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Im Herbst 1995 hatte unser TLF der damaligen Feuerwehr Inwil von der Marke International mit einer Vogt-Pumpe Jahrgang 1975 ausgedient. An seiner Stelle kam ein neues TLF zum Einsatz. Da unser International das erste TLF der Gemeinde Inwil war,...
...wollten wir dieses nicht weg geben. Ein paar Freunde dieses Fahrzeuges stellten der Gemeinde Inwil den Antrag, uns dies zum Restaurieren zu überlassen. Der Gemeinderat stimmte unserem Antrag zu. Während den Wintermonaten 1995/1996 wurde schon viel an Arbeit und Geld investiert.So kam es am 22. Mai 1996 zur Gründung unseres TLF-Clubs. Diesen Namen haben wir als Abkürzung des Tanklöschfahrzeuges gewählt. Der Club zählt 30 Mitglieder. Dieser beinhaltet vor allem Aktive und Ehemalige aus der Feuerwehr Inwil, aber auch Fans von alten Feuerwehrfahrzeugen. Nun stellte sich die Frage, wo finden wir einen festen Platz für unseren „Oldie“. Die Absicht, ein Museum aufzubauen, hatte zu diesem Zeitpunkt noch niemand. Aus dem vielen diskutieren und beraten kam die geniale Idee: Die alte Kantine, oder auch die alte Baracke genannt, der Ziegelei Ineichen AG. Schon vor ein paar Jahren wollte man daraus ein Museum machen, es wurde aber aus finanziellen Gründen nicht realisiert. Sofort fragten wir an, ob diese noch zur Verfügung stehen würde. Das Glück wollte, dass der Pneulader noch nicht von der Grube heimgekommen war, denn die alte verlotterte Baracke sollte bei nächster Gelegenheit abgebrochen werden. So wäre ein Stück Geschichte aus Inwil weg gewesen. Diese Geschichte ist im Buch „Grossvater und der liebe Gott“ von Heiri Hüsler niedergeschrieben. So kam es, dass die Geschäftsleitung der Ziegelei Ineichen AG uns die alte Baracke als Feuerwehrmuseum überliess. Voller Tatendrang fingen wir an das verlotterte Gebäude zu entrümpeln und zu putzen. Das war toll, so die Kameradschaft zu pflegen. Viele hundert Stunden Arbeit und Schweisstropfen hat uns dies gekostet. Natürlich, ein paar Bierchen durften nicht fehlen. Viele private Personen und Firmen unterstützten uns mit Baumaterialien. Auch gab es hie und da einen Batzen in unsere Kasse oder wir wurden grosszügig verpflegt. Diese Kasse hat es auch heute noch nötig unterstützt zu werden. Die Auslagen für Unterhalt, Restaurationen und Versicherungen sind sehr hoch geworden. Ohne die grosszügige Unterstützung hätten wir das nie geschafft. Am 16. Mai 1998 war es soweit. Die aus dem Dornrösschenschlaf erweckte Baracke durften wir mit grossem Stolz eröffnen. Pater Christian von Ballwil weihte unser Museum ein. Viele Besucher bewunderten die zahlreichen Raritäten mit grossen Augen. Einigen der älteren Generation, welche in Inwil aufgewachsen sind, wurde so manche Erinnerung aus der vergangenen Zeit wach. Sie mochten sich noch gut an die Fremdarbeiter aus Italien erinnern. An diesem Tag organisierten die Oldtimerfreunde aus Hochdorf eine Rundfahrt mit alten Feuerwehrfahrzeugen. Am Mittag trafen sie bei uns ein. Es war eine Augenweide, diese mit viel Liebe gepflegten Fahrzeuge anzusehen und auch anzuhören. Dieses Fest ist allen Besuchern noch in bester Erinnerung. Die Menge der bei uns gehüteten Feuerwehrartikel aus vergangener und neuerer Zeit haben stetig zugenommen. Unser sorgfältig aufgelistetes Inventar ist sehr gross geworden (über 1000 Gegenstände). Es findet nicht mehr alles im Museum seinen Platz. So dürfen wir auch das alte „Spritzenhüüsli“ an der Hauptstrasse von der Gemeinde als Lagerraum nutzen. Wir freuen uns, dass auch dieses Gebäude unserer Gemeinde erhalten bleibt. Wieder ein Stück Geschichte, die wir für uns und unsere Nachkommen aufheben. Zum 5-jährigen Jubiläum am 19. Mai 2001 organisierten wir selber eine Feuerwehr-Rundfahrt mit Start und Ziel beim Feuerwehrmuseum. Über 40 Feuerwehroldtimer aus der ganzen Schweiz nahmen die Strecke unter die Räder. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren die Fahrzeuge die Aussenposten in Sins, Hohenrain und Eschenbach an. Während die Fahrzeuge unterwegs waren wurde den Gästen beim Museum Unterhaltung mit historischen Feuerwehrgeräten und einer Feuerlöscherdemo geboten. Unsere kleinen Gäste wurden unterhalten von MURMI, bekannt vom Fernsehen. Zum Jubiläum machte sich der Club selber ein Geschenk. Die ausgemusterte ADL (Autodrehleiter) Mercedes-Benz 1113 mit Jahrgang 1966 wurde nach der Übernahme von der Feuerwehr Engelberg in Eigenregie komplett revidiert und an diesem Tage voller Stolz den Gästen präsentiert. Auch für die ADL musste ein „Zuhause“ gefunden werden. Es ist nicht so einfach auf Gemeindegebiet eine preisgünstige Garage zu finden. So wurden wir doch noch fündig und konnten unsere Leiter bei der Wiggerscheune in Pfaffwil einstellen. Unsere Platzsorgen wurden dann erlöst, als wir bei der Fahrscheune den Anbau erneuern durften. Mit grossem Zeitaufwand von allen unseren Mitgliedern konnten wir im August 2005 den Umzug von allen unseren Fahrzeugen und Gerätschaften abschliessen. Mit der ADL und dem TLF nehmen wir regelmässig an Rundfahrten im In- und Ausland teil. So sind wir seit dem Mai 2004 stolze Mitbesitzer eines einmaligen Weltrekords. Nicht weniger als 143 Autodrehleitern, von uralt bis topmodern versammelten sich in Memmingen (D) um den Rekord aufzustellen. Damit auch die Kameradschaft nicht zu kurz kommt, treffen wir uns an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr im Museum zum Stamm. Gäste sind herzlich willkommen. Wir sind sehr stolz, was wir in den vergangenen 10 Jahren auf die Beine gestellt haben, sowie ein so wunderbares Kulturgut hegen und pflegen zu dürfen. Schon viele Gäste aus nah und fern haben unser Museum bewundert. Es ist jedes Mal ein grosses Erlebnis, den Geschichten von alten Feuerwehrmännern oder „Eibelern“ zuzuhören. |